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Das Verhältnis von Staat und Markt; Lehren aus der Finanzmarktkrise

Expertengespräch | 19.05.17 | 09:15 Uhr | Mozart Saal

Er war 2008 mittendrin: An der Seite von Angela Merkel musste Peer Steinbrück den Deutschen erklären, dass ihre Ersparnisse sicher wären. Nun, fast ein Jahrzehnt nach dem Höhepunkt der Finanzkrise und aus der aktiven Politik ausgeschieden, zieht Peer Steinbrück Rückschlüsse aus seinen Erfahrungen und lotet aus, wie die Kräfte verteilt sein müssen, um zu stabileren Verhältnissen zwischen Staat und Markt zu führen.

Wie weit dürfen Liberalisierung und Deregulierung gehen, auf welchem Terrain muss sich der Staat die Führungsautorität zurückholen? 

Referent:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Peer Steinbrück
Bundesminister der Finanzen (2005-2009) | Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen (2002-2005)

Peer Steinbrück wirkte von 2005 bis 2009 als Bundesfinanzminister der Großen Koalition im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel. In dieser Zeit bewährte er sich als Krisenmanager, der während der Finanz- und Wirtschaftskrise Verantwortung übernahm und zum Teil unpopuläre Entscheidungen traf, die die negativen Folgen minimieren sollten. Obwohl er im Jahr 2008 zunächst einen beinah ausgeglichenen Haushalt vorlegen konnte, stieg die Staatsverschuldung aufgrund der Stützungsmaßnahmen schließlich auf ein neues Rekordniveau. Eine der Leistungen Peer Steinbrücks als Bundesfinanzminister war die Festschreibung der noch heute viel diskutierten Schuldenbremse im Grundgesetz.

Zwischen 1976 bis 1986 übte Peer Steinbrück verschiedene Tätigkeiten in Bundes- und Landesministerien, im Bundeskanzleramt in Bonn und der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Ost-Berlin aus. Bis 1990 leitete Steinbrück das Büro des Ministerpräsidenten von NRW, Johannes Rau. Nach drei Jahren als Staatsekretär übernahm er das Wirtschaftsministerium in Schleswig-Holstein, wechselte 1998 nach NRW, wo er 2000 Finanzminister und 2002 Ministerpräsident wurde. Von 2005 bis 2009 war Steinbrück Bundesfinanzminister und stellvertretender Vorsitzender der SPD. Von 2009 bis 2016 war er Mitglied des Deutschen Bundestags und dort ab 2014 Vorsitzender der Parlamentariergruppe USA. Für die Bundestagswahl 2013 war er Kanzlerkandidat der SPD. Peer Steinbrück ist Mitglied in der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie.

Impulsreferat:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Barbara Böttcher
Leiterin des Referates Wirtschafts- und Europapolitik | Deutsche Bank

Barbara Böttcher wurde am 21. März 1958 in Washington, DC, USA, geboren. Sie studierte Volkswirtschaft in Frankfurt am Main, Aix-en-Provence (Frankreich) und Pennsylvania State University (USA) und machte ihren Abschluss als Diplom Volkswirtin in Köln.

Von 1984 bis 1985 war sie bei der Europäischen Kommission, Brüssel, tätig und wechselte dann als wirtschaftspolitische Referentin zum Bundesverband der Deutschen Industrie in Köln. Seit 1987 ist sie Mitarbeiterin der Deutsche Bank AG, zuerst in der volkswirtschaftlichen Abteilung, danach bei DB Research. Von 1995 bis 1999 übte sie ihre Research Tätigkeit in Porto, Portugal, aus.

Seit 2003 ist Barbara Böttcher Leiterin des Referates Wirtschafts- und Europapolitik bei DB Research in Frankfurt am Main. Zu ihrem Verantwortungsbereich gehören die verschiedenen Felder der europäischen Integration, deutsche Wirtschaftspolitik sowie Mittelstandsfragen.