Anmelden
Sie haben noch keinen Account?
> Jetzt registrieren

Europa und Amerika nach der Wahl: Das spiegelt die Trump-Ära wider.

Expertengespräch | 17.05.17 | 13:00 Uhr | Mozart Saal

Trumps Wahlsieg zeigte, dass nun auch Amerika vom Populismus erfasst ist. Nachkriegszeit und Entspannungspolitik sind endgültig vorbei, der amerikanische Schutzschirm klappt zu. Eine US-Regierung unter Trump bedeutet zwar nicht, dass die transatlantischen Beziehungen sich auflösen, jedoch muss Europa mehr Verantwortung übernehmen und dafür Ressourcen bereitstellen. Die europäische Wirtschaft ist besonders gefordert, sich flexibel und innovativ zu erweisen, denn TTIP wird wahrscheinlich nicht mehr umgesetzt werden. Angesichts der sich neu formierenden politischen und wirtschaftlichen Blöcke spielt der Dialog zwischen den Völkern wieder eine herausragende Rolle – wir müssen unseren Wertekatalog neu definieren.


 

Referent

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

John Kornblum
US-Botschafter in Deutschland (1997-2001) | Wirtschaftsexperte

John Kornblum war mehr als dreißig Jahre Spitzendiplomat der Vereinigten Staaten und gilt als einer der führenden amerikanischen Experten, wenn es um Europa und seine transatlantischen Beziehungen geht. 2001 wechselte der Botschafter in die Wirtschaft und berät seitdem internationale Unternehmen.

Bereits als junger Germanist und Politikwissenschaftler trat John Kornblum 1964 in den diplomatischen Dienst der Vereinigten Staaten ein und wurde kurz danach als Vizekonsul nach Hamburg entsandt. In unterschiedlichen Funktionen war er immer wieder in Deutschland tätig. 1987 schrieb er für den Berlin-Besuch von Präsident Ronald Reagan das Redemanuskript mit dem legendären Satz: „Mr. Gorbachev, tear down this wall!“.

Weitere wichtige Eckpunkte seiner Karriere sind die Positionen des Ständigen Vertreters der USA bei der OSZE und als stellvertretender Außenminister, zuständig für europäische und kanadische Angelegenheiten. In dieser Funktion hatte Kornblum erheblichen Anteil am amerikanischen Krisenmanagement in Bosnien und dem Zustandekommen des Friedensabkommens von Dayton. Den Gipfel seiner diplomatischen Laufbahn erreichte John Kornblum 1997 mit der Entsendung als US-Botschafter in Deutschland. 2001 wechselte der Diplomat in die Wirtschaft. Von 2001 bis 2009 hatte er die Position des Chairman Deutschland der Investmentbank Lazard inne. Seit 2009 ist er für die führende internationale Wirtschaftskanzlei Noerr tätig und berät zahlreiche internationale Unternehmen.